D – wie Dauerwelle


A-Z / Donnerstag, März 8th, 2018

Zu dem Buchstaben “D” meiner Kategorie Early50 A – Z möchte ich Euch auf einen Abstecher in meine Jugendzeit mitnehmen.

Da ich ein Teenager der 80er war, habe ich ein großes Portfolio modischer Glanzleistungen (oder vielleicht besser Entgleisungen) vorzuweisen. Die früheren Jahrgänge unter meinen Followern wissen, was ich meine: Weite Bundfaltenhosen mit schmalen Beinabschlüssen, welche die Schäfte der La Scarpa Cowboystiefel schön in Falten legten. Zarte Pastellfarben und kreischende Neonfarben in allen Schattierungen. Corsagen, Miniröcke aus Sweatshirtstoff, Stulpen, Strassschmuck etc. Ich hatte sie nicht nur alle in meinem Schrank, ich habe sie auch alle getragen.

Eigentlich wären das ja schon genug Entgleisungen für einen einzelnen Menschen gewesen. Doch, ich musste allem noch die Krone aufsetzen und machte auch vor meinen Haaren nicht Halt. Eine Dauerwelle sollte mein knapp schulterlanges Haupthaar in Form bringen. Nun gab es damals leider nicht so eine große Auswahl an Lockenformen wie heute. Das gängigste “Modell” war die “Minipli”. Sah schrecklich aus! Aber, glaubt mir, damit war ich damals ganz weit vorne.

Damit Ihr Euch auch wirklich bildlich vorstellen könnt, was ich meine, sind hier einige Beweisfotos. Das Grauen war nicht etwa ein einmaliger Ausrutscher, nein, es zog sich über einige Jahre. Leider verbesserten auch die fortschrittlicheren Friseurmethoden das Endergebnis nicht wesentlich.

Ihr seht mich unten in den Jahren 1982 bis ca. 1990. Lasst es in Ruhe auf Euch wirken….

Early50 - mit Dauerwelle Early50_mit_Dauerwelle_2 Early50_mit_Dauerwelle_3 mit_Dauerwelle4

Am Ende waren meine Haare so kaputt, dass ich für viele Jahre eine modische Kurzhaarfrisur tragen musste. Anfangs stimmte mich der Verlust meiner “Haarpracht” sehr traurig. Doch nach einigen Monaten (und dem Anschauen obiger Fotos) musste selbst ich – wenn auch schweren Herzens – zugeben, dass es so ohnehin nicht weitergegangen wäre.

Auf jeden Fall habe ich aus meiner Experimentierlust gelernt und die einzige Chemie, die ich heute noch an meine Haare lasse, ist eine braune Färbung. Diese allerdings auch nur im 12-Wochen-Rhythmus, damit das Grau nicht so sehr durchkommt.

Irgendwann in ein paar Jahren werde ich auch auf das Färben verzichten und zu meinen grauen Haaren stehen. Doch im Moment fühle ich mich noch nicht bereit, diesen Schritt des Alterns zuzulassen.

 

 

 

4 Replies to “D – wie Dauerwelle”

  1. Ich habe seit 27 Jahren Dauerwelle 😀 Geht bei mir leider nicht anders. Alle Leute finden mich auch mit Locken besser. Kaputt sind die Haare davon zwar auch, aber mit diesen tollen Ölen hält es sich in Grenzen. Leider bin auch ich mittlerweile in die Jahre gekommen, dass ich färben muss. Ich habe Pech, das ich nicht meliert grau werde, sondern sich ein schicker Kranz um das Gesicht bildet. Naja und die Mode war einfach so. Die einzige wirkliche Entgleisung sind Schulterpolster. 😉 Eine ähnliche Haarpracht wie auf Bild 1 hatte ich auch zu meiner Konfirmation. Das war wirklich nicht ganz so schick, aber ich hatte eine Schülerin erwischt. Ansonsten finde ich Bild 3 und 4 recht schick. Kurze Haare kommen für mich nicht mehr in Frage. Zweimal probiert und gescheitert. Das letzte Mal wurde ich glatt 10 Jahre älter geschätzt.

  2. Irgendwie nett, wie konform wir uns in diesem Alter, zu der Zeit, dargestellt haben.
    Es waren schöne Zeiten wie ich finde.
    Hübsch sahst du aus.
    LG Elke

  3. Ach ja… in Erinnerung schwelg… 🤪 es gab ja noch mehr von solchen “Entgleisungen” 🤣 was damals “normal” war, kann man heute selber gar nicht mehr nachvollziehen. Also diese Locken, die hatte ich auch, sah einfach nur sch… aus aber musste man doch haben, wenn man irgendwie mithalten wollte und mithalten ist in dem Alter ja furchtbar wichtig.

    Dann gab es noch die knallengen Jeans und wenn ich knalleng sage, dann hat das mit dem heutigen knalleng nichts zu tun. Das heutige knalleng ist dagegen regelrecht schlabberig 😜 ganz ehrlich, kein Mist, wirklich so gewesen: ich lag auf dem Boden, meine Oma drückte meine Hüftknochen zusammen, meine Tante versuchte mit der Zange den Reißverschluss zuzukriegen. War das gelungen, ging es ans aufstehen. Habt Ihr schonmal einem Brett beim aufstehen zugeschaut?

    Völlig bescheuert, aber ich war damals die Hosenkönigin und mächtig stolz, solche “tollen” Jeans zu tragen. Warum hat man sowas verrücktes gemacht? Ich glaube, in dem Alter ist das einfach so. Da ist man für Argumente auch nicht zugänglich. In dem Alter weiß man doch eh alles besser. Völlig meschugge, aber schön war’s trotzdem 😎

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